Föderalismus: Wie viel Vielfalt verträgt das Recht?
Die Stiftung Forum Recht setzt die 2025 erfolgreich gestartete interaktive Gesprächsreihe „Let’s Talk About Recht“ auch im Jahr 2026 fort. Den Auftakt macht dazu das Gespräch zum Thema Föderalismus in den Karlsruher Stiftungsräumen.
Immer wieder heißt es, „der Föderalismus“ mache vieles kompliziert. In Deutschland können Rechtsregeln in vielen Lebensbereichen von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein – und dies empfinden viele als unpraktisch, verwirrend oder sogar ungerecht. Aus diesem Grund hat die Stiftung Forum Recht Experten eingeladen, um im gemeinsamen Gespräch mit dem Publikum über das Thema zu diskutieren.
Der Politikwissenschaftler Dr. Martin Große Hüttmann forscht bereits seit vielen Jahren zum politischen System der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union und nimmt dabei insbesondere Fragen der Europäischen Integration, der politischen Parteien sowie den Föderalismus in den Blick.
Sein Gesprächspartner Prof. Dr. David Roth-Isigkeit begutachtete jüngst für den Nationalen Normenkontrollrat die verfassungsrechtlichen Möglichkeiten der Aufgabenbündelung im Föderalstaat.
Im moderierten Gespräch diskutieren sie darüber, warum es in Deutschland überhaupt so viele unterschiedliche Regeln gibt und was das für unseren Alltag bedeutet. Welche Probleme entstehen, wenn jedes Bundesland eigene Gesetze hat? Aber auch: Welche Vorteile bringt diese Vielfalt?
Gäste: Dr. Martin Große Hüttmann, Politikwissenschaftler an der Eberhard Karls Universität Tübingen, und Prof. Dr. David Roth-Isigkeit, Professor für Öffentliches Recht an der Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
Moderation: Alena Lagmöller, ARD-Rechtsredaktion