Planet 3.0 und Inventing Nature: Klimawandel, Natur und Umweltthemen in der Karlsruher Kulturszene

Veröffentlichungsdatum: 03.03.2020

Karlsruhe, darf sich als grüne Destination betiteln, denn hier vereint sich urbanes Flair mit einer herrlichen Naturlandschaft. Dass die Fächerstadt viel Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz legt, zeigt sich in ihrer lebendigen Kulturszene. Die großen Karlsruher Kultureinrichtungen nehmen sich den aktuellen Debatten rund um Natur und den Klimawandel an und möchten ihre Besucher für diese Themen sensibilisieren. Ausstellungen wie „Planet 3.0 – Klima.Leben.Zukunft“, „Humanimal – DasTierund Wir“, „(Un)endliche Ressourcen? Künstlerische Positionen seit 1980“, „CRITICAL ZONES. Horizonte einer neuen Erdpolitik“ und „Inventing Nature. Pflanzen in der Kunst“ beobachten, dokumentieren und kommentieren auf spannende Weise das Verhältnis von Natur und Zivilisation.

Bildnachweis: Krištof Kintera, Postnaturalia, 2016/17 (Detail), Courtesy the artist

Karlsruhe, darf sich als grüne Destination betiteln, denn hier vereint sich urbanes Flair mit einer herrlichen Naturlandschaft. Dass die Fächerstadt viel Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz legt, zeigt sich in ihrer lebendigen Kulturszene. Die großen Karlsruher Kultureinrichtungen nehmen sich den aktuellen Debatten rund um Natur und den Klimawandel an und möchten ihre Besucher für diese Themen sensibilisieren.

So nimmt das Staatliche Museum für Naturkunde Karlsruhe noch bis zum 3. Mai 2020 in der Ausstellung „Planet 3.0 – Klima.Leben.Zukunft“ seineBesucher mit auf eine Reise durch die Erdgeschichte – von der Vergangenheit unseres Planeten und des Klimas über das heutige System Erde bis hin zu Zukunftsszenarien. Das Badischen Landesmuseum im Karlsruher Schloss zeigt bis 14. Februar 2021 die Volontär*innenausstellung „Humanimal – DasTierund Wir“. Sie behandelt das Thema Arten- und Tierschutz und veranschaulicht die Kulturgeschichte der Mensch-Tier-Beziehung von der Antike bis in die Gegenwart zusammen mit aktuellen tierethische Fragen.

(Un)endliche Ressourcen? Künstlerische Positionen seit 1980

Joseph Beuys, Tony Cragg, Alicja Kwade oder Sigmar Polke: Zahlreiche Künstler beschäftigen sich in ihren Werken mit den wechselseitigen Einflüssen zwischen der sich zunehmend globalisierenden Wegwerfgesellschaft und ihrer Umwelt. Ausgewählte Beispiele der letzten 40 Jahre stellt „(Un)endliche Ressourcen? Künstlerische Positionen seit 1980“ vom 7. März bis 13. September 2020 in der Städtischen Galerie Karlsruhe vor. Diese aktuellen Positionen beobachten, dokumentieren und kommentieren die Spuren, die die Nutzung und Ausnutzung unserer Lebendgrundlagen hinterlassen. Das heutige Verhältnis zwischen Natur und Zivilisation wird ebenso in den Blick genommen wie das vielgestaltige Phänomen des Abfalls. In so unterschiedlichen Medien wie Malerei, Fotografie, Skulptur, Installation oder Video nähern sich die rund 20 Künstler der Ausstellung diesen dringlichen Themen.

CRITICAL ZONES. Horizonte einer neuen Erdpolitik

Der aus den Geowissenschaften entlehnte Begriff der „Critical Zone“ bezeichnet die nur wenigen Kilometer dünne, fragile Schicht der Erde, die Oberfläche, die das Leben auf ihr ermöglicht. Das Ausstellungsprojekt „CRITICAL ZONES“ lädt vom 9. Mai bis 4. Oktober 2020 im ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe dazu ein, sich auf neuartige und vielfältige Weise mit der kritischen Lage der Erde zu befassen und neue Modi des Zusammenlebens zwischen allen Lebensformen zu erkunden. Über einen Zeitraum von fünf Monaten simuliert die Ausstellung in kleinem Maßstab das Modell einer neuen Räumlichkeit der Erde sowie die Vielfalt der dort lebenden Lebensformen. Als Observatorium der Kritischen Zonen zielt die Ausstellung darauf ab, eine Debatte hin zu einer neuen Erdpolitik zu lenken. 

Inventing Nature. Pflanzen in der Kunst.

Unser Verhältnis zur Welt der Pflanzen wird in der Ausstellung „Inventing Nature. Pflanzen in der Kunst“in den Fokus gerückt. Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe führt vom 30. Mai bis 27. September 2020 mit Werken aus über 500 Jahren Kunstgeschichte vom Spätmittalter bis in die Gegenwart den Wandel unseres Verständnisses von „grüner“ Natur vor Augen. Von Paradies-Vorstellungen bis zu Garten-Bildern und botanischen Studien, von Nachahmungen natürlicher Prozesse bis zur Dokumentation von Wachstums- und Verfallsprozessen reicht das Spektrum der Auseinandersetzung. Angesichts des fortschreitenden Klimawandels fordern Menschen weltweit ein radikales Umdenken im Umgang mit der Natur. Die Ausstellung „Inventing Nature“ wird vielfältige Anlässe bieten, das Thema aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten.

Weitere Informationen zu den Kultureinrichtungen in Karlsruhe finden Sie unter: www.kulturinkarlsruhe.de

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