Kirche des Friedens

19 Rue principale, 67360 Froeschwiller

Kirche des Friedens / Église de la Paix
Kirche des Friedens / Église de la Paix - © Mairie de Froeschwiller

Vor 1870 gab es im Dorf Froeschwiller nur eine einzige Kirche für die beiden Religionsgemeinschaften des Dorfes. Nach dem Ausbruch des Krieges von 1870 und der Niederlage der französischen Armee bei Wissembourg zogen die Männer von Marschall Mac Mahon auf die Anhöhen von Frœschwiller, wo am 6. August 1870 die sogenannte "Schlacht von Reichshoffen" stattfand, die mindestens 20.000 Tote forderte.
Im Verlauf dieser Schlacht ging die Kirche in Flammen auf. Sie beherbergte die Verwundeten beider Seiten, die in das nahegelegene Schloss evakuiert wurden, bevor die Kirche einstürzte.
Der Königliche Prinz Friedrich stellte den Wiederaufbau der Kirche unter sein persönliches Protektorat. Um die Bauarbeiten zu finanzieren, wurde das deutsche Volk zu großzügigen Spenden aufgerufen. Die Spenden sind so hoch, dass zwei Kirchen gebaut werden können, eine für jede der beiden Religionsgemeinschaften.
Diese Kirche weist einige architektonische Besonderheiten auf. Die Friedenskirche wurde ab dem 6. August 1872 auf den Fundamenten der eingestürzten Kirche und nach den Plänen des Architekten für historische Bauwerke Charles Winkler im neogotischen Stil erbaut. Der Glockenturm wurde von dem der Kathedrale von Laon inspiriert.
Kaiser Wilhelm I. schenkte 2.924 kg Bronze, die aus französischen Kanonen stammten, für die Herstellung der Glocken. Die deutschen Fürsten spendeten die Glasfenster, während die Städte des Nordens den Kronleuchter spendeten. Die Orgel ist die einzige im Elsass, die von dem bayerischen Orgelbauer Steinmeier gebaut wurde.
In der Sakristei werden Erinnerungen an die Schlacht aufbewahrt. Hier kann man das Goldene Buch einsehen, das unter anderem die Unterschriften von Kaiser Wilhelm I. und Kaiser Wilhelm II. trägt. Sie ist das größte Denkmal zur Erinnerung an die Schlacht vom 6. August 1870. Sie wurde am 30. Juli 1876 eingeweiht und dem Frieden gewidmet.

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