In memoriam
In den KZs und Lagern der NS-Zeit waren zahlreiche Künstler:innen interniert. Hinter Stacheldraht wurden Kunstwerke geschaffen, die sowohl die Lagerrealität beschreiben, als auch Mittel des geistigen Widerstands waren. Künstler:innen versuchten trotz der erbärmlichen Lebensumstände, das Leid und die Angst durch ihre Kunst zu überwinden und damit ihre menschliche Würde zu bewahren. Namhafte Musiker:innen gaben dort in den Lagern erstklassige Konzerte, veranstalteten Kabarettabende, um ihren Mitgefangenen einen Moment des Glücks zu schenken und gemeinsam eine Oase der Hoffnung zu schaffen.
Mehrere Jahre hat die deutsch-französische Musikerin Mélina Burlaud auf den Spuren der in Gurs internierten Musiker:innen geforscht und deren Texte und Musik aus der Lagerzeit gesammelt. Durch dieses Konzert werden Werke aus den Lagern Gurs, Theresienstadt, Ravensbrück, Janowska, Auschwitz… wieder zum Erklingen gebracht, um die Erinnerung an diese Zeiten und an die deportierten Menschen zu bewahren. Gemeinsam mit der Sopranistin Anaïs Constans, bringt sie ein eindringlich berührendes Gesprächskonzert auf die Bühne. Durch musikalische Darbietungen der in den Lagern komponierten Werke und auch durch die Beschreibung der Lagerwirklichkeit mit ausgewählten Texten wird das Schicksal der Inhaftierten verdeutlicht. Es huldigt der Kraft der Kunst als Flucht in eine innere Freiheit. Ein Abend, der uns wieder einmal zeigt, wie wesentlich die Rolle der Kunst als Widerstandskraft und Lebenshilfe zu allen Zeiten war und ist.
Die Gedenkveranstaltung findet Dank der Initiative folgender Organisationen statt:
- Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Karlsruhe e.V.
- Büro für Integration der Stadt Karlsruhe
- Christlich-Islamische Gesellschaft
- DGB
- Forum Ludwig Marum e.V. Karlsruhe
- Freundeskreis Asyl Karlsruhe e.V.
- amnesty international, Bezirk Karlsruhe
- GEW
- Gegen Vergessen – für Demokratie e.V.
- Gesellschaft für bedrohte Völker
- Kulturamt der Stadt Karlsruhe
- Menschenrechtszentrum Karlsruhe e.V.
- Kulturzentrum TOLLHAUS
In Kooperation mit dem Badischen Staatstheater