20 Jahre Cantus Juvenum Karlsruhe: „Von der Vision zum Erfolgsmodell“
Klingender Festakt: 20 Jahre Cantus Juvenum Karlsruhe
Unter dem Motto „Von der Vision zum Erfolgsmodell“ feiert die Singschule Cantus Juvenum Karlsruhe ihr 20-jähriges Bestehen. Am Sonntag, den 27. September 2026, verwandelt sich das Große Haus des Badischen Staatstheaters mit einem klingenden Festakt ab 17 Uhr in eine Bühne gelebter Chortradition und zukunftsorientierter Kulturarbeit. Musikalische Höhepunkte, prominente Stimmen aus Kultur, Politik und Gesellschaft sowie Diskussionen über den Wert der kulturellen Bildung stehen auf dem Programm.
Ein Fest der Stimmen und eine Uraufführung
Auf der Bühne des Großen Hauses stehen die Kinder und Jugendlichen, die Fundament und Mittelpunkt der Karlsruher Singschule bilden. Vorchor, Konzertchor Mädchen sowie Konzertchor Jungen von Cantus Juvenum präsentieren die gesamte Bandbreite ihres Könnens. Das Repertoire spiegelt die intensive, qualitätvolle Nachwuchsarbeit wider, die die Institution über zwei Jahrzehnte hinweg weit über die Region hinaus bekannt gemacht hat. Als besonderes Highlight des Jubiläums erwartet das Publikum die Uraufführung eines Chorwerkes, das der in Heidelberg lebende, für seine Chorkompositionen vielfach ausgezeichnete Komponist Jan Wilke für Cantus Juvenum geschrieben hat.
Prominente Begleitung und Impulse aus der Bundespolitik
Begleitet wird die Musik von Video-Statements namhafter Chorexpert:innen Deutschlands, die Klangkultur und pädagogische Vorreiterrolle der Karlsruher Singschule würdigen.
Ein besonderer Höhepunkt ist der Impulsvortrag des Präsidenten des Deutschen Chorverbandes Christian Wulff. Aus seiner Perspektive beleuchtet er die unschätzbare Kraft des gemeinsamen Singens für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die persönliche Entwicklung junger Menschen.
Die Chorerfahrung als prägende Schule des Lebens
Der Festakt versteht sich sowohl als Rückblick auf eine Erfolgsgeschichte als auch als Forum für gesellschaftliche Debatten. In hochkarätig besetzten Gesprächspanels diskutieren Vertreter:innen aus Musikwelt, Politik, Kirche und Gesellschaft über Kernthemen der Kulturszene.
Diskutiert wird unter anderem, wie sehr musikalische und menschliche Erlebnisse, die im Jugendalter in Chören oder Orchestern gesammelt wurden, das spätere Erwachsenenleben prägen. Persönlichkeiten, die in ihrer Jugend diese Erfahrungen machen konnten, berichten, wie Teamgeist, Disziplin, das Erleben von Harmonie und das Meistern von Auftritten Führungskompetenzen, Empathie und die Persönlichkeitsstruktur im Beruf und im privaten Alltag nachhaltig stärken. Das Singen im Chor erweist sich hierbei als prägende Schule des Lebens.
Zukunft im Blick: Zur Finanzierung kultureller Bildung
Gleichzeitig wird der Festakt Anlass sein, nicht vor den drängenden Realitäten der Gegenwart halt zu machen: Diskutiert wird, wie Finanzierung kultureller Bildung in der heutigen Zeit erfolgreich gelingen kann. Angesichts knapper öffentlicher Kassen und sich verändernder Förderstrukturen geht es um zukunftsfähige Modelle, Partnerschaften und Strategien, mit denen erfolgreiche Institutionen wie Cantus Juvenum auch für die kommenden Jahrzehnte finanziell abgesichert und allen Kindern der Zugang zur Musik ermöglicht werden können.