2. Sinfoniekonzert
Der einstige Generalmusikdirektor Christof Prick eröffnet den Reigen ehemaliger Karlsruher Dirigent:innen – mit Beethoven: Von den vier Ouvertüren, die der Wahl-Wiener für seine einzige Oper Fidelio schrieb, machte vor allem die dritte als Konzertstück Karriere und trägt noch den eigentlichen Namen der – mit revolutionärem Geist – gegen Ungerechtigkeit kämpfende Leonore.
Im Januar 1779 brachte der 23-jährige Mozart von seiner Parisreise einen neuen, konzertanten Stil mit nach Salzburg, den er umgehend in eine Sinfonia concertante einfließen ließ: Die beiden Soloinstrumente verschmelzen zu einem „achtsaitigen Instrument“, schwärmte einst Anne-Sophie Mutter.
Die frühromantische Symphonie fantastique, in der Hector Berlioz 1830 eine unerwiderte Liebe als dramatisches Künstlerschicksal verarbeitete, wurde zu einem musikhistorischen Meilenstein, mit dem er sich als Meister der Orchestrierungskunst auswies und mit „Programmmusik" eine neue Kunstform initiierte. So erzählt diese Sinfonie vom einem rauschenden Ball, Landidylle, Richtplatz und Hexensabbat.