70 Jahre BAMBI-Verleihung, internationale Filmfestivals & Kino-Kult - Die Filmstadt Karlsruhe

Veröffentlichungsdatum: 02.07.2018

Roter Teppich, Blitzlichtgewitter und die Stars und Sternchen der internationalen Medienwelt – der BAMBI feiert 2018 sein 70-jähriges Jubiläum in Berlin. Die Ursprünge des Medienpreises liegen jedoch in der badischen Filmstadt Karlsruhe. Hier wurde die BAMBI-Figur in der Majolika Keramik Manufaktur entworfen und 1948 der damals noch namenlose Filmpreis erstmals verliehen. Bis 1964 fanden die anfänglich noch persönlichen Überreichungen und später dann die großen Galas in Karlsruhe statt. Noch heute erleben die Besucher etwa im Schlosshotel den Glanz & Glamour aus dieser Zeit und wandeln auf den Spuren der damaligen Stars. Eine besondere und in Deutschland einmalige Kino-Rarität versteckt sich auch in der geschichtsträchtigen Schauburg. Darüber hinaus locken bedeutsame Veranstaltungen wie die „Independent Days“, das Dokumentarfilmfestival dokKa, das 3-D-Event „Beyond“ oder das Stummfilmfestival jährlich tausende Filmproduzenten und Nachwuchskünstler in die Fächerstadt.

Die Wiege des BAMBI

Als Filmpreis und ohne große öffentliche Galaveranstaltung überreichte der Karlsruher Karl Fritz, Verleger der „Film-Revue“, 1948 die noch weiße Reh-Figur an die von den Lesern zur beliebtesten weiblichen Darstellerin gewählte Marika Rökk. Angelehnt an den Disney-Zeichentrickfilmklassiker und inspiriert von der kleinen Tochter der Schauspielerin erhielt die Reh-Tonfigur ab 1949 ihren offiziellen Namen. 1955 wurde der BAMBI dann erstmals bei einer großen Abendveranstaltung an die damaligen Stars der Film- und Fernsehbranche im Badischen Staatstheater in Karlsruhe verliehen. So mauserte sich die Fächerstadt bis 1964 zur „Filmhauptstadt“ und begrüßte Berühmtheiten der Fünfziger und Sechziger Jahre wie etwa Sophia Loren, Maria Schell oder O. W. Fischer zu den glamourösen Galas in der Schwarzwaldhalle. Im Schlosshotel am Karlsruher Bahnhof spüren Gäste auch heute noch die besondere Atmosphäre der BAMBI-Geschichte. Hier bestaunen Interessierte alte Fotografien, imposante Kronleuchter & Co. Auch in der Majolika Keramik Manufaktur wandeln Interessierte auf den Spuren des BAMBI. Vom Karlsruher Schloss aus folgen Filmfans den 1.645 blauen Majolika-Fliesen durch den Schlosspark zu der Manufaktur inmitten des Hardtwalds. Hier schuf die Tierbildhauerin Else Bach bereits 1936 die Bambi-Figur, bevor Karl Fritz 1948 das Kunstwerk für seinen Filmpreis entdeckte. Bei Führungen durch die Werkstätten blicken Besucher hinter die Kulissen der Arbeit und erfahren unter anderem Wissenswertes zu der BAMBI-Geschichte. Wer seinen ganz persönlichen BAMBI mit nach Hause nehmen möchte, versucht sich in den zweistündigen Modellierkursen an einer Eigenkreation oder kauft sich ganz einfach ein Exemplar im Shop.

Kino-Kult in Karlsruhe

Mit dem Charme vergangener Zeiten erleben Besucher auch die Schauburg. 1902 als Varietétheater gegründet, ist es das einzige Kino Deutschlands, das auch heute noch Filme auf einer um 120 Grad gekrümmten Cinerama Bildwand zeigt. Dieser Vorreiter der 3D-Optikt sorgt für ein einmaliges Kinoerlebnis. Bei speziellen Sonderführungen entführt das Traditionskino Filmfans hinter die Kulissen. Während der Sommerzeit genießen Karlsruher und Besucher gleichermaßen Open-Air-Kino-Events. So heißt es etwa vom 20. Juli bis 9. September 2018 vor dem Schloss Gottesaue wieder „Film ab“ und auch das Barockschloss erstrahlt während der Karlsruher SCHLOSSLICHTSPIELE vom 28. Juli bis zum 9. September 2018 bereits zum vierten Mal als überdimensionale XXL-Leinwand auf rund 3.000 Quadratmetern. Auch in diesem Jahr verwandelt ein internationales Künstler-Kollektiv mit hochklassigem Projektions- und Videomapping die historischen Mauern in ein beeindruckendes Kunstwerk aus Licht, Bild und Klang. Der Eintritt für das Spektakel ist während der gesamten Laufzeit frei.

Filmwirtschaft in der Fächerstadt

Als etablierter Filmstandort ist Karlsruhe nicht nur Gastgeber zahlreicher renommierter Filmfestivals und beliebter Drehort für Tatort & Co., sondern förderte auch die heimischen Kreativschaffenden. Von Dokumentar- und Spielfilmproduzenten über Werbe-, Musik- und Imagefilmfirmen bis hin zu Videocontent-Anbietern für Online-Medien und Virtual-Reality-Produzenten – in der badischen Kulturmetropole hat sich eine florierende und moderne Filmwirtschaft entwickelt. „Das liegt insbesondere an den hervorragenden Strukturen, die die Stadt für Kreative geschaffen hat sowie dem großen Bedarf an audiovisuellem Content am Standort Karlsruhe“, erklärt Dr. Oliver Langewitz, Leiter und Initiator des Filmboards der Stadt und Veranstalter der „Independent Days“. An fünf Festivaltagen tauchen Interessierte jedes Jahr in die alternative Filmwelt ein. „Eine Vergrößerung des Festivals in der Zukunft soll zusätzlich die Aufmerksamkeit internationaler Produktionsfirmen auf den Filmstandort Karlsruhe lenken und so das Potenzial der Fächerstadt in den Vordergrund stellen“, meint Langewitz. Mit neuen Labeln wie etwa  „Film in Karlsruhe“ des Filmboards rücken die Gründer vor allem mit einer strukturierten und informationsreichen Webpräsenz Karlsruhe in den Fokus der Filmemacher und Produktionsfirmen. Außerdem sollen die heimischen Fachkräfte gestärkt werden.

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