Tourismusbilanz 2018 Karlsruhe: Wachstumstrend aufgrund einzelner Betriebsschließungen unterbrochen

Veröffentlichungsdatum: 21.03.2019

Der seit 2010 anhaltende positive Wachstumstrend auf dem Karlsruher Tourismusmarkt hat sich 2018 erstmals nicht weiter fortgesetzt. Nach Angaben des Amts für Stadtentwicklung der Stadt Karlsruhe sanken sowohl die Zahl der Gästeankünfte als auch die Zahl der Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr. Spürbaren Einfluss auf das Übernachtungsergebnis hatten die unterschiedlichen Betriebsschließungen in Karlsruhe 2018. Übernachtungsgewinne konnten hingegen die 3- und 4-Sterne-Hotels der Stadt erzielen.

Der seit 2010 anhaltende positive Wachstumstrend auf dem Karlsruher Tourismusmarkt hat sich 2018 erstmals nicht weiter fortgesetzt. Nach Angaben des Amts für Stadtentwicklung der Stadt Karlsruhe sank die Zahl der Gästeankünfte gegenüber dem Vorjahr um –10.900 beziehungsweise –1,6 % auf 658.668. Auch das Übernachtungsergebnis in Karlsruhe verringerte sich gegenüber 2017 um –28.700 beziehungsweise –2,5 % auf 1.139.836 Übernachtungen.

Klaus Hoffmann, Geschäftsführer KTG Karlsruhe Tourismus GmbH, erläutert: „Diesen Rückgang bei den Gästebuchungen muss man vor dem Hintergrund beurteilen, dass das Vergleichsjahr 2017 mit einer Steigerung der Übernachtungen um 6 % überdurchschnittlich gut ausgefallen war. Aber sicherlich haben auch die unterschiedlichen Betriebsschließungen in Karlsruhe 2018 spürbaren Einfluss auf das Übernachtungsergebnis.“

Hierzu zählt unter anderem der Karlsruher Campingplatz, welcher im Oktober 2017 zuletzt Gäste empfangen hatte und während der gesamten Saison 2018 geschlossen blieb. Campingbegeisterte Urlauber mussten somit andere Stellplätze in der Region anfahren. Aber auch die Schließung des A&O-Hotels am Bahnhof mit über 100 Zimmern wirkte sich auf das Ergebnis negativ aus.

3- und 4-Sterne-Betriebe erzielen Übernachtungsgewinne

Im Gegensatz zu den Betriebsarten Hotel garni, Gasthof und sonstiger Betrieb kann die Sparte der Hotels Zuwächse bei den Gästeankünften und Übernachtungen von jeweils 3,3 % gegenüber dem Vorjahr verbuchen. Die Karlsruher 3-Sterne-Betriebe haben 2018 das beste Übernachtungsergebnis erzielt: Mit 433.000 Übernachtungen entfielen auf diese Betriebe nicht nur die meisten Übernachtungen insgesamt, sie erzielten auch die größte Zunahme von rund 18.800 Übernachtungen (+4,5 %). Dahinter folgten mit einem soliden Plus von 3.900 Übernachtungen (+1,1 %) die 4-Sterne-Betriebe. „Auch wenn der Wachstumstrend der letzten Jahre unterbrochen ist, so spiegelt das positive Ergebnis bei den 3 und 4 Sterne Häusern die Prognosen des Hotelgutachtens aus 2016 wieder, das gerade in diesem Bereich Nachholbedarf für Karlsruhe sieht“, führt Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz aus.

Wenig Veränderungen unter den Top 10 der Herkunftsländer

Drei von vier Übernachtungen (76 %) in Karlsruher Beherbergungsbetrieben wurden von Gästen aus Deutschland gebucht. Reisende aus dem Inland bildeten damit auch 2018 wieder den Großteil der Karlsruher Übernachtungsgäste.

Die Zusammensetzung der Gäste aus anderen Herkunftsländern hat sich gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Gäste aus den Niederlanden (26.000) und aus der Schweiz (25.500) haben die meisten Buchungen getätigt. Ebenfalls äußerst beliebt war die Fächerstadt bei Reisenden aus Frankreich (19.400), den USA (17.500), dem Vereinigten Königreich (15.100) sowie aus Italien und Österreich (beide 12.600). Auffällig war der beträchtliche Rückgang (–11.800, beziehungsweise –68,4 %) von Übernachtungen rumänischer Gäste (5.500), welche in den Jahren 2016 und 2017 große Zuwächse verzeichnet hatten. Dieser Rückgang wurde durch die Schließung eines Betriebes geprägt, welcher einen hohen Anteil an Gästen aus Rumänien beherbergte.

Besucher aus Asien kamen 2018 seltener in die Fächerstadt, nachdem sie 2017 noch für deutliche Zuwächse gesorgt hatten. Besonders Gäste aus China, Israel, den arabischen Golfstaaten und Indien haben gegenüber dem Vorjahr zwischen 20 und 35 Prozent weniger Übernachtungen gebucht. Die einzelnen Jahresergebnisse dieser Nationen waren in den vergangenen fünf Jahren von jährlichen Schwankungen geprägt.

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