Ägyptische Plätze

Eine Pyramide auf dem Marktplatz

Das Herz von Karlsruhe ist der Marktplatz. Hier erblickt der Besucher das Wahrzeichen von Karlsruhe: eine rund sieben Meter hohe Pyramide aus rotem Sandstein. Das außergewöhnliche Bauwerk bedeckt die Gruft des Stadtgründers, Markgraf Karl Wilhelm. Ursprünglich befand sich an diesem Platz die Konkordienkirche. Im Zuge der Neugestaltung des Marktplatzes im Jahre 1806 ließ man sich vom ägyptischen Zeitgeist inspirieren, welcher zu dieser Zeit in ganz Europa herrschte. Die Pyramide fand schnell Anklang bei den Karlsruhern, und heute ziert sie als stilisiertes Dreieck den offiziellen Schriftzug der Stadt.

Pyramide am Marktplatz

Sphingen im Botanischen Garten

In Karlsruhe gibt es neben der Pyramide als wohl bekanntestes ägyptisches Symbol auch mehrere Sphingen. Wer durch den Botanischen Garten schlendert, der wird unweigerlich an den vier originalgetreuen Sphingen von Friedrich Weinbrenner vorbeikommen. Ein wenig versteckter sind dagegen die Sphingen am Bürklin'schen Mausoleum im Hauptfriedhof in der Oststadt. 

Sphinx Botanischer Garten
Sphinx Botanischer Garten

Ägyptische Verzierungen an Wohnhäusern

Anfang des 20. Jahrhunderts gab es durch die Entdeckung des Tutanchamun-Grabes ein wahres „Ägypten-Fieber“ in der Stadt, das sich in zahlreichen Denkmälern und Gebäuden manifestierte, beispielsweise dem  Zippelius-Wohnblock (Gartenstr./ August-Dürr-Str./ Renckstr.), dessen Architekt Hans Zippelius neben Lotus- und Palmblatt-Kapitellen zahlreiche weitere ägyptische Motive an der Fassade verwandt hat. 

Ägyptisches Haus
Ägyptisches Haus

Verfassungssäule auf dem Rondellplatz

Der acht Meter hohe Verfassungs-Obelisk am Rondellplatz wurde 1822 bis 1827 erbaut und sollte ursprünglich als Machtsymbol Badens dienen. Rechts und links des roten Sandsteinobelisk sitzen zwei, in Richtung Schloss blickende, Greifen. In deren Mitte befinden sich zwei wasserspeiende Löwen. Erst seit 1832 erinnert der Obelisk an die von Großherzog Karl abgerungene liberale badische Verfassung. 

Denkmal für die Gefallenen des 1. Leibgrenadier-Regiments 

In der Nordstadt findet sich das Denkmal für die im Krieg 1870/71 Gefallenen des 1. Leibgrenadier-Regiments mit einem verzierten Obelisken. Nicht weit davon entfernt, in der Nordweststadt, stehen die nächsten Obelisken: siehe Brunnen im Städtischen Krankenhaus.

Denkmal
Denkmal für die Gefallenen des 1. Leibgrenadier-Regiments

Coronavirus

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