Monsieur Jacques entdeckt Karlsruhe

Ein etwas anderes Adventsabenteuer

zur Geschichte

Natalie

Wer ist eigentlich dieser Monsieur? Eine ziemlich alte Holzkiste, die aus Paris kommt und in diesem Jahr ihren 160. Geburtstag feiert. Sie spuckt sogar Töne aus, wenn man mit einem Bogen über sie drüber streicht. Die Rede ist von einem sehr alten Cello. Und was hat das mit Weihnachten zu tun?

Ganz einfach – in die Weihnachtszeit gehört nun mal Musik, denn an jeder Ecke in der Stadt erklingen Weihnachtssongs, Groß und Klein trällern fröhlich Lieder vor sich hin und viele stimmungsvolle Adventskonzerte stehen an. Moment mal! Dieses Jahr steht doch alles Kopf und ist etwas anders. Monsieur Jacques hat nämlich gerade recht wenig zu tun und ihm wird allmählich etwas langweilig zu Hause. Zudem stimmt es ihn sehr traurig, ganz alleine weihnachtliche Musik vor sich hin zu brummen. Doch Trübsal blasen bzw. streichen möchte er nun auch nicht und so langsam passt er auch nicht mehr wirklich in seinen Cellokasten hinein. Als Genießer liebt er Plätzchen über alles und hat vom genüsslichen Futtern ein wenig Hüftspeck angesetzt. Wenn das so bis Heiligabend läuft, geht der Cellokasten bestimmt nicht mehr zu…

Darf ich vorstellen - Monsieur

...und was er normalerweise macht

Da kommt ihm eine Idee:

Er möchte raus in die Welt und sie entdecken. Zurzeit ist das keine besonders gute Idee und ich muss den enthusiastischen alten Holzkopf etwas ausbremsen. Zumindest in Karlsruhe – seiner neuen Heimat – möchte er sich einmal umschauen. Er wohnt zwar schon eine Weile in Karlsruhe, kennt die Stadt aber noch gar nicht. Ein weiteres Problem ist allerdings seine Geh-Faulheit, denn er hat nur einen Stachel auf dem er stehen kann. Außerdem ist er ja auch schon etwas in die Jahre gekommen. Nach kurzem Verhandeln kommen wir schließlich zu einem Deal: ich zeige ihm ein paar tolle Ecken in Karlsruhe, trage ihn dafür durch die Gegend und im Gegenzug reduziert er seinen Plätzchen-Konsum und das traurige Gekratze und Gebrumme. Es ist nun schon eine ganze Weile her, dass er getragen, gefahren oder kutschiert wurde und deshalb ist er ganz Feuer und Flamme. Also ab in die Kiste, warm einpacken, Mundschutz nicht vergessen und los kann es gehen.

Auf dem Weg zum Schloss

Der Weg zum Schloss

First Stop vor dem Schloss

Dort angekommen ist er ganz außer sich und fast schon etwas verliebt in das schöne Schloss. Er fragt mich allen Ernstes, ob wir nicht umziehen können, denn hier würde es ihm wohl besonders gut gefallen. Versaille war ihm etwas zu groß und unübersichtlich. Bei uns zu Hause ist es ihm hingegen zu wenig luxuriös. Ein Schmunzeln macht sich auf meinem Gesicht breit und ich erkläre ihm, dass dort leider kein Platz mehr ist für so einen alten holzigen Brummbären wie ihn. Früher sah das aber anders aus, denn damals wurde viel Musik gemacht am Hofe.

Der Weg zum Schloss

Vor dem Schloss

Schloss Karlsruhe

Vor dem Karlsruher Schloss

Ägypter in Karlsruhe?

Was machen denn Ägypter in Karlsruhe? Gibt’s Karlsruhe etwa schon ein paar Tausend Jahre? Fragend schaut er mich an.  Nein, das gibt es erst seit dem 18. Jahrhundert und Ägypter gibt es in Karlsruhe heute sicher mehr als damals. Die Pyramide ist ein Karlsruher Wahrzeichen in dessen Gruft die Gebeine des Stadtgründers liegen. Der gute Herr hieß Carl Wilhelm und war ein Fan von Musik, sodass er sich einen ganzen Frauenchor am Hofe hielt. Früher haben sicher auch ein paar von deinen Kumpels im Schloss gewohnt, erzähle ich ihm. Super, dann kann ich ja doch ins Schloss ziehen. Bevor die nächste Diskussion beginnt, packe ich mir kurzerhand Monsieur und trage ihn zur nächsten Station.

Monsieur vor der Pyramide

Pyramide Marktplatz

Christkindlesmarkt

Doch weit kommen wir nicht, denn er ist ganz begeistert von den Christkindles Buden, die weitläufig in der Stadt verteilt sind. Er möchte am liebsten vor jedem Stand anhalten und sich umschauen. Überall funkelt die Weihnachtsbeleuchtung, sodass sich bei uns allmählich weihnachtliche Stimmung einstellt. Vom Marktplatz aus laufen wir über den Friedrichs- und Stephansplatz an herrlich duftenden und festlich geschmückten Ständen vorbei…

Christkindlesmarkt

Hmmm...riecht´s hier gut!

Ein Blick in den Stand hinein

Die Tanne duftet herrlich!

Reisebuchladen

Als nächstes kommen wir an einem Reisebuchladen vorbei und Monsieur Jacques erinnert sich an die vielen schönen Reisen, die er mit anderen Musikern unternommen hat. Er ist zwar Franzose, hat aber einen Fabel für Italien und hält sich dort am liebsten auf. Ganz besonders gerne spielt er auch Musik von italienischen Komponisten. Sehr untypische Anwandlungen für einen waschechten Franzosen, muss ich zugeben. Er sieht ein Buch von Italien und denkt daran, dass er diesen Sommer dort hätte spielen sollen. Als das abgesagt wurde, hat er aus lauter Frust und Sehnsucht nach Italien eine Woche nur Pizza gefuttert. Er träumt von der Ferne, den warmen Sommernächten in der Toskana, der Arena in Verona… Mit ein wenig Geduld wird das Reisen ja auch bestimmt bald wieder möglich sein. Nachdem ich ihm aus dem Tagtraum geweckt habe, schnalle ich ihn mir wieder auf den Rücken und erzähle ihm im Gehen ein wenig über die Fächerstadt. Er kommt schon ins Schwärmen und voll auf den Karlsruhe Geschmack.

Reisebuchladen

Ehrlichs Wein Contor

Apropos Geschmack. Da er mir über den Kopf schauen kann, entdeckt er schon von weitem einen Weinladen. War ja klar, dass er da nicht widerstehen kann und wir einen Stopp einlegen. Ein gute Portion Franzose steckt wohl noch in ihm und so darf gelegentlich ein Glas Wein nicht fehlen. Heute wird ein regionaler Tropfen probiert, denn wir sind ja schließlich in Baden und nicht im Montpellier. Mit dem Cello auf dem Rücken und einer Weinflasche im Gepäck begeben wir uns auf den Rückweg, denn wir werden langsam müde und hungrig.

Er entdeckt Ehrlichs Wein-Contor

...und wagt einen Blick hinein

Da gehen wir doch am Besten mal rein...

Kurze Verschnaufpause

Schloss Gottesaue

Auf dem Heimweg möchte ich ihn noch überraschen und trage ihn bis zum Schloss Gottesaue. Er hat sehr gute Ohren, deshalb muss ich ihm nicht erklären, dass sich in diesem Gebäude die Musikhochschule befindet. Eigentlich wäre der Tag für ihn nicht zu toppen gewesen, aber er freut sich sehr, ein paar Kollegen von ihm zu hören. Ganz besonders hat ihn die Melodie einer Flöte berührt und so lockt ihn die Musik ganz nah ans Schloss heran. Hier möchte er auf jeden Fall erneut vorbeikommen und sich auf die Suche nach dem wunderbaren Flötenklang begeben. Inspiriert von den Klängen nimmt er sich fest vor, ab sofort wieder fröhliche Töne von sich zu geben.

Angelockt vom Klang der Flöte

Kurz ausruhen

Monsieur freut sich

Monsieur genießt die Musik

Zurück zu Hause

Abends sind wir zwar ganz schön erschöpft, aber die Reise hat sich gelohnt. Bei einem Gläschen vom mitgebrachten Wein und ein paar Lebkuchen vom Christkindlesmarkt lassen wir den Tag Revue passieren. Monsieur Jacques ist überglücklich und begeistert von den neuen Eindrücken. Früher wurde er ja immer in sämtliche Kultureinrichtungen getragen und erst im Warmen aus der Kiste geholt. Ab sofort ist er Architektur- und besonders Karlsruhe-Fan und kann die nächste Tour kaum abwarten! Als er Abends glücklich einschläft, träumt er davon, wie er schon bald diese schöne Flötenmelodie begleitet und endlich wieder mit anderen Musik machen darf...

Coronavirus

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Bleiben Sie gesund!

Ihr Team der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH und der KME Karlsruhe Marketing und Event GmbH