Durlach entdecken

Herbstspaziergang durch das mittelalterliche Durlach

zur Geschichte

Natalie

Durlach ist ein ganz wundervoller Stadtteil von Karlsruhe, der zu stimmungsvollen Spaziergängen einlädt. Die herrliche Altstadt mit den kleinen mittelalterlichen Gebäuden und Gässchen hat ein einzigartiges Flair. Im Schlosspark kann man eine Runde im Grünen und auf dem Turmberg eine fantastische Aussicht genießen!

Nach Durlach fahre ich immer wieder gerne, denn es gehört zu einem meiner Lieblingsstadtteile in Karlsruhe. Mit dem Rad ist man von der Innenstadt aus kommend ruckzuck vor Ort, kann sein Rad irgendwo abschließen und durch die hübsche Altstadt oder den Schlossgarten schlendern. Mit der Bahn geht das natürlich genauso gut, denn sie hält auch direkt in der Altstadt an. Besonders gerne erklimme ich den Turmberg- Durlachs Hausberg. Über eine lange Treppe oder die Turmbergbahn gelangt man direkt zu einem tollen Aussichtspunkt.

Schlossgarten Durlach

In der Altstadt angekommen, deponiere ich mein Rad in der Nähe des Durlacher Schlossgartens, um eine Runde durch den herbstlich, leuchtenden Park zu drehen. Der Durlacher Schlossgarten ist übrigens die älteste Gartenanlage der Stadt Karlsruhe und befindet sich mitten im Zentrum, nahe der Karlsburg. Im Sommer ist der Schlossgarten ein beliebter Anlauf- und Treffpunkt, da er mit seinen Grünflächen zum Entspannen und Verweilen einlädt. Im Herbst trifft man einen farbenfrohen Anblick an und heute ergänzen sogar noch ein paar blühende Rosen die Farbvielfalt des Gartens. Es befinden sich hier einige Sitzbänke, sodass man wunderbar relaxen und ein wenig Sonne im sitzen tanken kann. Nach einer erholsamen Runde durch den bunten Park, geht es weiter in Richtung Altstadt. Diese ist nur einen Katzensprung vom Schlosspark entfernt.

Verwunschener Schlossgarten

...die letzten Rosen im Schlossgarten

Herbstlaub

Mitten im Blumenbeet

Karlsburg

Direkt nebenan befindet sich die Karlsburg, wo der Ursprung Karlsruhes liegt. Dieser reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Die Karlsburg bzw. der ganze Stadtteil Durlach ist somit um einiges älter als Karlsruhe selbst, welches erst 300 Jahre alt ist. Durlach erlebte eine Blütezeit ab 1565, als Markgraf Karl II. seine Residenz hierher verlegte. Karl II. baute die Karlsburg auf dem Areal eines ehemaligen Jagdschlosses der markgräflichen Familie außerhalb der ursprünglichen Stadtmauer. Der heute noch erhaltene Bau wurde im 18. Jahrhundert errichtet und in den 1980er Jahren grundlegend saniert. Heute beherbergt das Durlacher Schloss unter anderem das Pfinzgaumuseum, die Zweigstelle der Stadtbibliothek und das Badische Konservatorium. Das Pfinzgaumuseum zeigt in den Räumen der barocken Karlsburg die Geschichte der bis 1938 selbstständigen Stadt Durlach.

Karlsburg

Karlsburg

Marktplatz, Rathaus und Stadtkirche

Wenn man ein kleines Stückchen weiterläuft, ist man im Nu am Durlacher Marktplatz. Hier gibt es einen Markt, der täglich seinen Kunden frisches Gemüse und Obst anbietet. Damit zählt er zu einem der wenigen Märkte in Karlsruhe, die von Montag bis Samstag geöffnet haben. Er passt bestens in die Altstadt Durlachs und darum macht das Einkaufen hier auch richtig Spaß. Ich kann nur wärmstens empfehlen mal hier vorbei zu kommen. Mein Tipp: Immer mittwochs findet zur gleichen Zeit auch der Bauernmarkt auf dem benachbarten Saumarkt statt, welcher sich durch das besondere regionale und saisonale Angebot auszeichnet. Zwischen Marktplatz und Saumarkt liegt direkt neben dem Rathaus Durlachs die evangelische Stadtkirche. Ihre erste Erwähnung gab es bereits im Jahre 1255 und sie wurde zuletzt 1999 renoviert. Ich staune, wie weit zurück Durlachs Wurzeln ragen. Nicht umsonst wird Durlach auch als „Mutter“ Karlsruhes bezeichnet. Das Ensemble Rathaus, Stadtkirche und Liebesbrunnen ist wirklich ein schöner Hingucker!

Evangelische Stadtkirche

Marktplatz

Altstadt

Nun führe ich meinen Spaziergang fort, indem ich eine Runde durch die Altstadt schlendere. Man kann hier in der Tat von einer „Runde“ sprechen, denn es führt hier ein Weg entlang der ehemaligen Stadtmauer. Somit kann man hier einmal im Kreis bzw. eher im Oval laufen und trifft die tollsten kleinen Details an den schönen mittelalterlichen Häuschen an. Von hier aus führen verwinkelte, kleine Gässchen in alle Richtungen mit wunderschönen Innenhöfen. Immer wieder entdecke ich Neues, denn Durlach steckt voller kleiner Überraschungen! Trotz der herbstlichen Temperaturen hat die Altstadt einen südländischen Charme, der mir besonders gut gefällt. Eine der kleinen Gässchen führt zum Balser Tor.

Blumenkästchen in der Altstadt

Hübsche Fassade in Weinlaub

Basler Tor

Ich frage mich, warum dieser Turm nach der Stadt Basel und nicht Durlach benannt ist. Das Rätsel lüftet sich und es stellt sich heraus, dass der Basler-Tor-Turm seinen Namen nach der Stadt Basel erhalten hat, da das Tor ehemals der Zugang zur Post- und Heerstraße nach Basel war. Das Basler Tor ist das letzte erhaltene Stadttor der markgräflichen Residenzstadt.

Basler Tor

Basler Tor Turm

Alter Friedhof

Auf der anderen Seite, außerhalb der ehemaligen Stadtmauer, lande ich direkt beim alten Friedhof, an dessen Eingang ein schöner Trinkwasserbrunnen liegt. Zwar fließt heute kein Wasser, aber dafür begrüßen mich zwei Frösche, die in Herbstlaub eingebettet sind. Der alte Friedhof wird schon seit Ende des 19. Jahrhunderts, zu Gunsten eines größeren, nicht mehr als Friedhof genutzt. Das Gelände ist inzwischen zu einer Parkanlage mit einem Spielplatz umgebaut worden. Entdecken kann man hier allerdings noch ein paar schöne alte Grabsteine, die in die Fassade der Nikolauskapelle eingearbeitet wurden. Die Anlage ist mittlerweile ein Ort, an dem sich Jung und Alt treffen. Ich nutze die Gelegenheit und gönne mir auf einer der Parkbänke eine kleine sonnige Verschnaufpause, bevor ich meinen Spaziergang fortsetze.

Alter Friedhof

Frösche im Herbstlaub

Hoch hinaus auf den Turmberg

Weiter geht’s mit neuer Energie! Zunächst laufe ich zurück zu meinem Fahrrad, um damit die Turmbergstraße nach oben zu fahren. Ich stelle es an der Station der Turmbergbahn ab, steige allerdings nicht in die Bahn, sondern entscheide mich für die sportlichere Variante und nehme mir das so genannte Hexenstäffele vor. Das sind genau genommen 528 Stufen, die unmittelbar zum Turmberg hinaufführen. Oben angekommen, bin ich zwar etwas aus der Puste, für den genialen Ausblick hat sich das erklimmen des Hexenstäffele aber allemal gelohnt. Der Name kommt allerdings nicht von ungefähr, denn morgen wird sich sicher ein kleiner Muskelkater in meinen Beinen bemerkbar machen. Wer es lieber gemütlich hat, kann sich auch einfach ganz bequem in die Bahn setzen.

Hexenstäffele

Weinanbau auf dem Turmberg

Turmberg

Turmberg

Fazit

Wie Ihr seht, hat Durlach einiges zu bieten und man kann außergewöhnlich schöne Spaziergänge unternehmen. Ich habe Euch nun ein paar Highlights vorgestellt, aber natürlich gibt es noch viel mehr zu entdecken! Neugierig geworden? Na dann schlage ich Euch vor, auf eigene Erkundungstour zu gehen!

Coronavirus

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