Auf den Spuren des Jugendstils

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Marieke und Kira

Karlsruhe ist nach Münster die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands und gehört zu den bedeutendsten Jugendstil-Zentren Süddeutschlands. Da liegt es doch nahe die historischen Jugendstilbauten auf dem Fahrrad zu erkunden. Und genau das haben meine Kollegin Kira und ich getan.

Zur Tour ließen wir uns von dem BNN Special „Ab aufs Rad“ inspirieren, das die Karlsruhe Tourismus GmbH zusammen mit der BNN und dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub herausbrachte. Hier werden 20 Touren durch Karlsruhe und die Region beschrieben und wir entschieden uns für die erste Tour „Südliche Hochburg des Jugendstils“. Keine Sorge, für diese Tour ist es definitiv nicht notwendig ein Architektur-Experte zu sein! Die geschwungenen Linien und die floralen Muster sind sehr auffällig. Die Strecke verläuft auf rund acht Kilometern durch die Stadt, doch habt ihr die Möglichkeit, sie auf zwölf Kilometer zu verlängern. Dann bildet das Schloss den Endpunkt.

Der Karlsruher Westen

Die Tour startet am Karlsruher Hauptbahnhof, der die erste Sehenswürdigkeit der Tour ist. Denn unser Bahnhof gehört zu den wenigen Jugendstil-Bahnhöfen, die es heute noch gibt.

Weiter geht es durch die Bahnhofsstraße und die Jollystraße. In der Weststadt sind noch viele Jugendstilbauten erhalten, daher nehmt euch ruhig Zeit und achtet auf eure Umgebung. Da die Tour mitten durch die Stadt verläuft, sind alle Wege gut befahrbar und meist flach. Deshalb ist es kein Problem, kleine Radfahrer mitzunehmen. Falls diese sich zusätzlich noch austoben wollen, bietet sich beispielsweise der große Spielplatz in der Jollystraße an.

Und bitte immer auf den Straßenverkehr und die Beschilderung achten! Die Jollystraße wird gegen Ende beispielsweise zur Einbahnstraße, weshalb ihr euch rechts halten müsst, um nicht falsch in die Straße reinzufahren.

Fahrt durch die Jollystraße

Hirschbrücke

Die Wege sind in dem Magazin sehr gut erklärt. So finden wir auch leicht unser nächstes Ziel, den Gutenbergplatz. Hier lassen wir uns Zeit, um den Krautkopfbrunnen und den Platz zu begutachten. Der Platz gefällt uns so gut, dass wir uns entschieden haben, eine kleine Pause einzulegen. Und so schnappen wir uns einen Tisch, der zur Außenbestuhlung des Café Juli gehörte, direkt vor dem wunderschönen Brunnen.

Torbogen am Gutenbergplatz

Abkühlung im Café Juli

Durch die Sophienstraße geht es weiter, wobei die gesamte Straße dank den reich verzierten Fassaden, Erkern und Balkonen schon als nächstes Highlight gesehen werden kann. Daher Augen auf und genügend Zeit mitbringen, um auch mal kleine Stopps zum Schauen einzulegen. Außerdem lohnt sich ein kleiner Abstecher in die Moningerstraße. Am Ende dieser Straße befindet sich das ehemalige Brauhaus. Über dem Eingang zum ehemaligen Sudhaus ist ein Schriftzug in typischer Jugendstil-Schrift zu bewundern. Um die Tour weiterzufahren, müsst ihr dann aber wieder auf die Sophienstraße.

Folgt ihr der Wegbeschreibung, sind die nächsten zwei erwähnten Gebäude nicht zu übersehen. Das Rathaus West und die Christuskirche sind uns direkt aufgefallen. Für uns sind die wunderschönen Fenster der Kirche ein ganz besonderer Hingucker.

Rathaus West

Fenster der Christuskirche

Auf geht´s Richtung Innenstadt

Als nächsten Stopp sieht die Tour die Villenkolonie in der Baichstraße vor. Meiner Meinung nach ein echt guter Tipp, denn viele laufen sicherlich an dem Torbogen der Straße vorbei, ohne einmal einen Blick hinein zu werfen. Die Baichstraße war eine von Hermann Billing angelegte Privatstraße mit Jugendstilvillen und auch die Laternen, Tore und Zäune entsprechen diesem Stil.

Eingang zur Baichstraße

In der Baichstraße

Als nächstes geht es für uns Richtung Orangerie und Bundesverfassungsgericht. Das nächste Ziel ist mir dort auch schon vor unserer Tour ins Auge gesprungen, eine Jugendstil Litfaßsäule. Eine solche habe ich bisher in keiner anderen Stadt gesehen.

Wenn ihr an dieser Stelle schon wisst, dass ihr die kurze Route nehmen wollt, könnt ihr noch einen Stopp am Karlsruher Schloss einlegen. Das Karlsruher Schloss ist zwar nicht im Jugendstil gehalten, doch meiner Meinung nach immer einen Blick wert.

Gleiches gilt für unseren nächsten Halt am Marktplatz. Die beiden Sehenswürdigkeiten, die für unsere Tour ausgeschrieben sind, wird wohl jeder kennen, der schon einmal in Karlsruhe war: Das Rathaus und die Evangelische Stadtkirche. Die Gebäude sind dem Klassizismus zuzuordnen, aber ebenfalls sehr beeindruckend. Über den Rondellplatz und den Lidellplatz geht es zur Schillerschule in der Kapellenstraße. Der Eingang der Schule sticht besonders hervor, daher ist es auch nicht schwer, dieses Ziel zu finden.

Jugendstil Litfaßsäule

Zwar kein Jugendstil, aber trotzdem einen Stop wert: Die Evangelische Stadtkirche

Die letzte Etappe

Über die Durlacher Allee erreichen wir die nächsten beiden Ziele. Zunächst kommen wir am Hotel Markgräfler Hof vorbei, das sich auf der anderen Straßenseite befindet. Wir fahren noch ein kleines Stück und erreichen den Gottesauer Platz. Dort befindet sich die Lutherkirche. Umschlossen wird die Kirche von der Melanchthonstraße, die ebenfalls dank den geschwungenen Erkern und den Rundbögen sehr sehenswert ist. Da die Straße kurz ist, würde ich euch den Tipp geben, auf jeden Fall einmal durchzufahren. Es lohnt sich und nimmt nicht viel Zeit in Anspruch.

Nun habt ihr die Wahl, ob eure Tour enden soll oder ob ihr noch weitere Sehenswürdigkeiten bestaunen wollt. Auf Grund der aktuellen Hitzewelle entscheiden wir uns für die kurze Variante. Doch bei der nächsten Gelegenheit werde ich die fehlenden Kilometer sicherlich noch nachholen, da mir die Tour wirklich sehr viel Spaß gemacht hat. Auf dieser Strecke liegen nicht nur bekannte Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern auch einige Highlights, an denen ich normalerweise einfach vorbeigeradelt wäre.

Lutherkirche

Blick in die Melanchthonstraße

Coronavirus

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