Schlösser, Kirchen und Kapellen

Eine historische Fahrradtour entlang monumentaler Bauten

Zur Fahrradtour

Alina

Kennt Ihr dieses Gefühl, wenn Ihr vor einem Monument steht und einfach überwältigt von dessen Größe, Bauart und Schönheit seid? Dieses Gefühl werdet Ihr bei dieser Fahrradtour sicherlich verspüren.

Frühling. Die Sonne wärmte mich mit ihren Strahlen, die Blumen erfreuten mich mit ihren Farben und ich genoss die ruhigen Augenblicken in der lebhaften Natur. „Und plötzlich wusste ich: Es ist Zeit, etwas Neues zu beginnen, und dem Zauber des Anfangs zu vertrauen.“ Diesem Frühlingszitat von Meister Eckhardt (1260–1327) wollte ich nachgehen und plante mit dem Fahrrad einen Ausflug ins Grüne. Die Worte hatten sich so in meinem Gedächtnis verankert, dass ich etwas Neues erleben wollte. Ich überlegte, was mir als erstes in den Sinn kommt, wenn ich an unsere Fächerstadt denke. Klar - das Karlsruher Schloss. Allerdings hat unsere Stadt noch viele weitere eindrucksvolle Bauten zu bieten, denen ich schon immer mal auf den Grund gehen wollte. Mit einem klaren Ziel vor Augen schwang ich mich auf mein Rad – Los geht’s!

Das Karlsruher Schloss

Wo könnte man die Tour besser starten, als im Herzen unserer Fächerstadt. Jedes Mal, wenn ich vor dem Schloss Karlsruhe stehe, bekomme ich Gänsehaut und bin sprachlos, wie imposant und wunderschön das zwischen 1715 und 1718 errichtete Schloss doch ist. Erst als ich näherkam, bemerkte ich die barocke Gestalt und mit wie viel Liebe zum Detail unser prachtvolles Schloss gebaut wurde. Voller Euphorie ging es ein kleines Stück durch den Schlossgarten. Die unterschiedlichsten Blumen, die ihren Weg aus der Erde finden, die Bäume, die ihr grünes Gewand bekommen und das Zwitschern der Vögel. Ich saugte all die Energie auf, die mir die Natur gab. Ich verabschiedete mich von dem Gelände des Schlosses und setzte meine Tour durch den Hardtwald fort, denn mein nächstes Ziel war…

Die Großherzogliche Grabkapelle

… die Großherzogliche Grabkapelle. Voller Neugier fragte ich mich, wieso sie diesen Namen trägt. Mein Weg führte mich an den Rand des Karlsruher Fasanengartens. Schon beim Abbiegen auf die Lärchenallee konnte ich aus weiter Ferne das bedeutungsvolle Monument erspähen. Unbewusst trat ich immer schneller in meine Pedale, da mein Interesse riesig war. Endlich hatte ich mein Ziel erreicht. Die Architektur der neugotischen Kapelle ist atemberaubend. Nach einem ersten 360°- Rundgang, sollte sich meine Frage bezüglich des Namens klären. Der badische Großherzog Friedrich I. und seine Gemahlin Luise von Preußen ließen ab 1889 dieses Mausoleum für ihren verstorbenen Sohn Ludwig Wilhelm errichten. Zwischen 1886 und 1896 entstand die Kirche nach den Plänen des Architekten Friedrich Hemberger, und ist bis heute Grablege der badischen Großherzöge. Mit der Sonne im Gesicht und dem leichten Wind im Rücken ging es für mich ins Zentrum der Oststadt.

Kirche St. Bernhard

Mit einem 93 Meter hohen Turm ist die katholische Kirche St. Bernhard definitiv eine beachtliche Konstruktion und daher auch bis nach Mühlburg zu erkennen. Die Größe der Kirche sollte sich spätestens an dem Punkt bestätigen, als ich versuchte, ein Bild von ihr zu machen. Wie ein waschechter Tourist bemühte ich mit vollstem Körpereinsatz die gesamte Kirche bestmöglich in einem Bild einzufangen. Der aus rotem Sandstein errichtete Sakralbau trägt den Namen des früheren Markgrafen Bernhard II. von Baden, welcher als Standbild auf der Westseite der Kirche zu finden ist. Mein nächstes Ziel wartete keine 300 Meter weit weg von mir. Also nichts wie hin.

Luther Kirche

Im Gegensatz zu den bisherigen Bauten wirkt die Lutherkirche eher wie eine altertümliche Burg. Sie wurde zwischen 1905 und 1907 von den Architekten Robert Curjel und Karl Moser als Stadtteilkirche gebaut und wird im Inneren vom Jugendstil geprägt. Besonders ins Auge sticht die Plastik von Oskar Kiefer, die Martin Luther darstellt. Ich war beeindruckt, da diese Kirche äußerlich komplett anders aussieht, aber ihren ganz eigenen Charme versprüht. Was für ein herrlicher Tag. So darf es gerne weitergehen. Genau das liebte ich schon jetzt an meiner Entdeckungstour: die vielen Überraschungen und der Wow-Effekt, den ich verspüre, wenn mich Monumente in ihren Bann ziehen. Ins Staunen hat mich vor allem das kommende Schloss versetzt.

Schloss Gottesaue

Mein Weg führte mich weiter in Richtung Osten. Ich bemerkte immer wieder, wie gerne ich draußen in der Natur war. Der blaue Himmel, das Zwitschern der Vögel und diese Wärme, die der Frühling mit sich bringt, ist wunderschön. Geht es Euch auch so, dass Eure Laune im Frühjahr automatisch positiver ist? Nach dem Durchqueren einiger Straßen hieß mich das Schloss Gottesaue Willkommen. Das Renaissance-Schloss im Otto-Dullenkopf-Park verschlug mir tatsächlich die Sprache. Ich habe noch nie ein vergleichbareres Schloss gesehen. Wart Ihr auch schon mal am Schloss Gottesaue und was waren Eure Eindrücke davon? Hier kann man wirklich coole Bilder für die Sozialen Medien schießen, da die Kulisse einfach einmalig ist und auf Bildern gut wirkt. Nach einer informativen Recherche im Internet wurde mir erst bewusst, dass das vor mir stehende Schloss 1735 komplett niederbrannte und ein weiteres Mal 1944 in einem Bombenangriff zerstört wurde. Aber trotzdem wurde es immer wieder aufgebaut, was sich definitiv gelohnt hat. Orte, die von der Vergangenheit geprägt wurden, lösen in mir ein besonderes Gefühl aus. Schön, dass die Hochschule für Musik heute ihren Platz in einem selbst so kreativen Gebäude gefunden hat. Sie feiert dieses Jahr sogar schon ihr 50. Jubiläum. Ich schwang mich wieder auf meinen Drahtesel und machte einen kleinen Abstecher in den Citypark. Wenn man schon bei solch strahlendem Sonnenschein unterwegs ist, sollte man natürlich viel Zeit im Grünen verbringen. Der Citypark ist gerade auch für Spaziergänge super, wenn man mitten in der Stadt mal ein ruhigeres Plätzchen finden möchte. Wieder in der Innenstadt angekommen, hielt ich am Marktplatz an, um mein nächstes Ziel genauer zu betrachten.

Stadtkirche und Stephanskirche

Die evangelische Stadtkirche gegenüber dem Rathaus fällt sofort durch ihre sechs Säulen auf. Der Schöpfer und Architekt war kein geringerer als Friedrich Weinbrenner, der das Karlsruher Gesicht durch seine Arbeit geprägt hat. Weinbren­ner gestaltete die Kirche nach dem Vorbild eines griechi­schen Tempels. Ein weiteres seiner Kunstwerke ist die nicht weit entfernt gelegene Pfarrkirche St. Stephan, die auch als „Weinbrenner-Pantheon“ betitelt wird, da sie auf Grund ihrer Kuppel an das Pantheon aus Rom erinnert. Die Kirche wirkt sehr pompös, da auch sie auf der Vorderseite mit einer Säulenhalle geschmückt ist.  

Der Ausklang einer ereignisreichen Entdeckungstour!

Für den perfekten Abschluss spendierte ich mir selbst eine Kugel Eis! Ich machte es mir auf einer Bank bequem und reflektierte meine Fahrradtour. Ich bin wirklich erstaunt, wie viele und vor allem welch wunderschöne Monumente in Karlsruhe stehen. Und das waren längst nicht alle! Weitere tolle Kirchen, wie die Christuskirche oder die St- Peter-und-Paul-Kirche, warten im Westen der Stadt auf mich. Ich bin mir sicher, dass ich in absehbarer Zeit meine Tour fortsetzen werde. Überraschend war definitiv, welchen Charme die Bauten durch ihre verschiedenen Baustile versprühen. Ich kann nicht einmal sagen, dass ich einen Favoriten habe, denn egal ob Schloss, Kirche oder Kapelle, jedes Monument strahlt seine ganz eigene Schönheit aus. Ich hatte nicht nur einen Wow-Effekt, sondern sehr, sehr viele und kann Euch deshalb nur raten, Euch selbst davon zu überzeugen!

Coronavirus

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