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Die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe – 10 Jahre Lichtkunst im Herzen der Stadt

23.06.2025

Seit 2015 locken die SCHLOSSLICHTSPIELE Karlsruhe immer im August und September zahlreiche Menschen aus nah und fern nach Karlsruhe. Beeindruckende Lichtshows, sogenannte Projection Mappings, verwandeln die Fassade des Barockschlosses nach Einbruch der Dunkelheit in ein digitales Medienkunstwerk.

Aber wie fing alles an? Wie haben sich die SCHLOSSLICHTSPIELE weiterentwickelt? Und warum reden alle von Maxin10sity? 

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Das Schloss als Leinwand: Wie alles begann

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte 2015 mit dem 300. Stadtgeburtstag von Karlsruhe. Über 100 Tage lang gab es damals beim Festivalsommer mehrere Lasershows am Schloss zu sehen – jeden Abend! Damals war das wohl die längste Lasershow der Welt.

Warum aber ausgerechnet das Schloss und kein anderes Gebäude in der Stadt? Karlsruhe ist wegen des strahlenförmigen Grundrisses als Fächerstadt bekannt. Das Schloss bildet den Mittelpunkt dieses Fächers, hier gründete Markgraf Karl Wilhelm 1715 die Stadt. Peter Weibel, damals Leiter des Karlsruher Zentrums für Kunst und Medien (ZKM) und quasi der „Vater der SCHLOSSLICHTSPIELE“, fand es eine schöne Idee, wenn auch die Strahlen der Lichtshows von diesem zentralen und für Karlsruhe so wichtigen Bauwerk ausgehen. 

Vom einmaligen Event zum Dauerbrenner

Eigentlich waren die Shows nur für den 300. Stadtgeburtstag gedacht. Da die Begeisterung für dieses ungewöhnliche Format aber sehr groß war, gingen die SCHLOSSLICHTSPIELE 2016 in die zweite Runde und machten den Sommer wieder zu einem unvergesslichen Erlebnis. Ausgerüstet mit Decken, Snacks und Getränken sitzen die Menschen seitdem jeden Sommer in Grüppchen auf den Rasenflächen und genießen die Shows.

Im Laufe der Zeit wurde die Technik der Projektoren immer besser und die Projektionen immer realer und lebendiger. Inzwischen gibt es zusätzlich zu den Projektoren Scheinwerfer, die den Künstlerinnen und Künstlern noch mehr Möglichkeiten bieten. Mittels Künstlicher Intelligenz ist es mittlerweile sogar möglich, das Publikum aktiv in die Gestaltung der Shows mit einzubeziehen. So scannten 2024 bei der Show „Particles Ensemble“ Infrarotsensoren die Bewegungen des Publikums und übertrugen diese auf die Fassade.

Bis heute sind die SCHLOSSLICHTSPIELE überregional bekannt und beliebt und finden jährlich statt – während der Corona-Pandemie 2020 sogar komplett im digitalen Raum. Das Lichtkunstspektakel gilt mittlerweile als wichtiges Aushängeschild für die Stadt Karlsruhe, die 2019 zur ersten deutschen UNESCO City of Media Arts gekürt wurde. Über 50 verschiedene Shows gibt es inzwischen. Pro Abend werden mehrere davon gezeigt, sowohl neue als auch alte. Dazwischen gibt es Werbeblocks Karlsruher Unternehmen, die ebenfalls animiert und teilweise fast schon so spektakulär wie die Shows selbst sind.

Maxin10sity oder „A star is born“

Mit ihrer Lasershow „300 Fragments“ zeigten Maxin10sity passend zum 300. Stadtgeburtstag 2015 eindrucksvoll die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Karlsruhe. Die Szenen thematisieren die Entstehung Karlsruhes, zeigen berühmte Karlsruher Persönlichkeiten von damals und heute und deren Erfindergeist. Mehrmals während der Projektion fällt das Schloss in seine Einzelteile zusammen und entsteht wieder neu – alles natürlich mit der passenden musikalischen Untermalung. Bücher fliegen über die 2.500 m² große Leinwand und Stromspannungen blitzen auf. Das Publikum war begeistert. Auch 10 Jahre später zählt „300 Fragments“ zu den Lieblingsshows der SCHLOSSLICHTSPIELE-Besucherinnen und Besucher.

2016 war Maxin10sity mit der neuen Show „LEGACY“ wieder mit dabei. Dieses Mal stand die Geschichte der Kulturen von der Antike bis zur Gegenwart im Zentrum der Projektion. Spätestens seitdem ist Maxin10sity der absolute Publikumsliebling, der bei den SCHLOSSLICHTSPIELEN nicht fehlen darf und jedes Jahr eine neue Show produziert!

Und 10 Jahre später? 

Auch 10 Jahre nach der Erstausstrahlung sind die SCHLOSSLICHTSPIELE noch DAS Sommer-Highlight in der Fächerstadt. 2025 stehen sie unter dem Motto „The Shining Lights und Science“ und nehmen damit Bezug auf das 200-jährige Jubiläum des Karlsruher Instituts für Technologie. Neben neuen, spektakulären Shows, warten auch wieder altbekannte. Langweilig wird es auf jeden Fall nicht, denn selbst, wer eine Projektion schon mehrfach gesehen hat, entdeckt jedes Mal wieder etwas Neues.